Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung im Erwachsenenalter Diagnostik, Ätiologie und Therapie Alexandra Philipsen, Bernd Heßlinger, Ludger Tebartz van Elst ZUSAMMENFASSUNG Einleitung: Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wurde im deutschsprachigen Raum bis Ende der 1990er-Jahre oft als eine Störung aufgefasst, die mit dem Erwachsenwerden „ausheilt“. Studien haben inzwischen jedoch verdeutlicht, dass die ADHS häufig im Erwachsenenalter fortbesteht. Methoden: Auswertung einer selektiven Literaturrecherche mittels Medline bis September 2007. Ergebnisse: Die Häufigkeit der ADHS im Erwachsenenalter wird mit circa zwei Prozent angegeben. Leitsymptome sind Aufmerksamkeitsdefizite bei fehlender Stimulation, chronische innere Unruhe, Impulsivität, Desorganisiertheit und Affektregulationsstörungen. Das Ausmaß der Beeinträchtigung ist geprägt durch den Schweregrad, die häufigen komorbiden Störungen (unter anderem Sucht und Depression) und die psychosozialen Bedingungen. Auch im Erwachsenenalter wird die ADHS anhand der klinischen Symptome diagnostiziert. Ätiologisch sind hauptsächlich genetische Ursachen zu nennen, die Behandlung sollte medikamentös und psychotherapeutisch erfolgen. Diskussion: ADHS ist im Erwachsenenalter häufiger anzutreffen als beispielsweise bipolare oder schizophrene Erkrankungen und kann als Risikofaktor für weitere psychische Störungen angesehen werden. Eine sehr effektive Behandlung ist auch im Erwachsenenalter möglich. Die medikamentöse Therapie für Erwachsene wird durch den off label use kompliziert. Dtsch Arztebl 2008; 105(17): 311–7 DOI: 10.3238/arztebl.2008.0311 Den ausführlichen Artikel können Sie hier nachlesen!
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